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Impressionen – 3 Bilder aus Tromsø

Marktplatz Blick auf Tromsö

In Tromsø erlebe ich die Faszination des hohen Nordens. Das besondere Licht, die Landschaft mit den Fjorden und hohen Bergen, die gute Luft. In Tromsø sind viele Highlights vereint, so finden sich hier die nördlichste Kathedrale, die nördlichste Universität sowie die nördlichste Brauerei der Welt. Gründe genug, um die Stadt zu besuchen.

Die Lage von Tromsø

Tromsø liegt 344 Kilometer oberhalb des Polarkreises auf der geografischen Breite von Nord-Alaska. Kein Wunder, dass eine der Partnerstädte Tromsøs die amerikanische Stadt Anchorage ist! Das Stadtgebiet selbst liegt auf mehreren Inseln verteilt, die durch die Tromsø-Brücke über dem Tromsøysund verbunden sind.

Ein Stadtspaziergang durch die Innenstadt

Bei einem Spaziergang durch die Stadt fallen die hübschen Holzhäuser auf, die früher für die Region typisch waren. Tromsø ist jung und erfrischend, geprägt durch die Universität. Ihre Geologie- und Naturwissenschaftskurse ziehen junge Leute aus aller Welt an. Es gibt viele nette Geschäfte, kleine Restaurants und Cafés. Wir haben genüsslich die feinen Schokoladenprodukte des „Sweat Heart“ probiert.

Das Perspektivetmuseum aus dem Jahre 1838, im neoklassizistischen Stil erbaut, war einst Wohnsitz eines Handelsmannes. Heute beherbergt es ein kleines Museum mit Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und Kultur. Als wir da waren, wurde eine Fotoausstellung mit eindrucksvollen Porträts aus Afrika gezeigt.

Am Marktplatz der Stadt, Stortorget, verkaufen Händler die typischen Norwegerpullis mit bunten Mustern, aber auch Fisch und Meeresfrüchte. Der Stammvater der norwegischen Königsfamilie, Prinz Haakon VII. (1872 bis 1957), blickt über die schöne Kulisse hinüber bis zur Eismeerkathedrale.Das Perspektivetmuseum ein graues Holzhaus

Die Eismeerkathedrale gilt als das berühmteste Wahrzeichen der Stadt. Ihr eigentlicher Name lautet Tromsdalen Kirke. Sie liegt auf dem Festland. Du erreichst sie über die große Tromsø-Brücke. Ihr modernes Äußeres soll von der Landschaft Norwegens inspiriert sein. Die Kathedrale soll das größte Glasmosaikfenster Europas haben. Da ich nicht so an modernen Kirchen interessiert bin und der Eintritt 40 NOK kostet, begnügen wir uns mit einem Blick aus der Ferne und genießen lieber das Leben der Stadt.

Das Polarmuseum in Tromsø

Als Tor zur Arktis ist die Geschichte der Stadt Tromsø fest verbunden mit tapferen Frauen und Männern, die auch in widrigen Bedingungen überlebten. So war die Stadt früher Ausgangsort des Walfangs sowie der Robben- und Eisbärenjagd. Berühmte Polarforscher wie Roald Amundsen und Fridtjof Nansen starteten im Hafen von Tromsø ihre Expeditionen zur Entdeckung der Nordwestpasssage und zum geografischen Nordpol. Im Polarmuseum kannst du auf die Spuren großer Polarforscher gehen. Wir haben im Museum einige Stunden verbracht. Abenteurer und Entdecker faszinieren uns.

Das arktische Aquarium Polaria mit seinem Bartrobben führt in die Welt der Arktis ein. In den Wasserbecken findest du die Fischarten der Barentssee. Im Panoramakino begleitest du den kleinen Krabbentaucher zu den Landschaften von Spitzbergen. Die daneben liegende Polstjerna („Polarstern“) ist ein ehemaliger Robbenfänger aus dem Jahr 1949.

Das Polarmuseum in Tromsö Aussenansicht

Die nördlichste Brauerei und weitere nördliche Highlights in Tromsø

Die Brauerei Macks Ølbryggeri bezeichnet sich als nördlichste Brauerei der Welt und wurde von einem Bäckermeister aus Braunschweig gegründet. Die Brauerei bietet Führungen und Verkostungen. Im angrenzenden nördlichsten Bierkeller der Welt und hauseigenen Pub kannst du die kräftigen Biere testen.

Und dann findest du noch:

  • das nördlichste Symphonie- und Kammerorchester Europas.
  • das nördlichste Filmfestival.
  • der nördlichste Botanische Garten der Welt mit arktischen und alpinen Pflanzen.

Weiterere Informationen zu den Sehenswürdigkeiten zeigt das Fremdenverkehrsamt Norwegen

Tipps für Kreuzfahrer:

Bei uns wurde über Costa ein Shuttlebus in die rund 4 Kilometer entfernte Innenstadt zum Preis von 7 Euro angeboten. Der Bus fährt zur Touristinformation in der Innenstadt. Du kannst den Weg auch laufen, am Anfang führt er jedoch durch das nicht so schöne Hafengebiet entlang der Straße. Das Stadtgebiet kann gut zu Fuß erkundet werden.

Von der Touristinformation kannst du auch über die Brücke zur Eismeerkathedrale laufen oder die örtlichen Busse nutzen. Alternativ fährt eine kleine Touristenbahn, der Eismeerzug.

Der Beitrag nimmt an der Blogparade von Frollein Keks mit dem Thema „3 Bilder aus…“ teil. Links zu weiteren netten Beiträgen findest du auf ihrer Seite Frollein Keks.

3 Kommentare

  1. Hallo.
    Danke für die umfangreichen Eindrücke in die Stadt. Ich mag den Norden total gerne und bekomme immer Fernweh, wenn ich was davon lese/ sehe/ höre. Du hast mich mit deinem Artikel gerade wieder in solch ein Fernweh versetzt und mir bewusst gemacht, dass ich schleunigst wieder in den Norden reisen muss 🙂

    • Reisefieber sagt

      Liebe Svenja,
      es lohnt sich, in den Norden zu reisen! Ich mag die besondere Stimmung oberhalb des Polarkreises, die Natur, das Licht. Vielen Dank für das nette Lob.
      LG
      Renate

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