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Das Deutsche Film- und Fotomuseum in Deidesheim

Film- und Fotomuseum Deidesheim

Nicht nur für Technikfans! Das Film- und Fotomuseum in Deidesheim zeigt die Entwicklung der Film- und Fototechnik auf mehr als 300 qm. Zu sehen sind neben alten Fotoapparaten von Voigtländer, Zeiss, Hasselblad, Leica usw. auch Filmkameras für den Privatmann oder Standkameras aus dem Fernsehen. Es ist eine Rückkehr in unsere Geschichte. 

Wer erinnert sich nicht an unsere alten Tonbandgeräte oder die schwarzen Boxkameras, aufsteckbare Blitzwürfel und den Rollfilm? Beim Einlegen und Herausnehmen des Rollfilms musste man aufpassen, dass kein Licht darauf fiel und alle Bilder zunichte machte. Im Film- und Fotomuseum in Deidesheim kannst du sie noch alle sehen. Erinnerungen kommen auf an früher, als die Fotografie noch spannend war und richtig Geld kostete.

Film- und Fotomuseum Deidesheim – ein bisschen Fotogeschichte

Die visuelle Welt von Fotografie und Film hat sich seit dem Jahr 1839 rasant entwickelt. Bereits Aristoteles erwähnte ihren Vorläufer, die Camera obscura, die über ein Abbild der Außenwelt an die Wand werfen konnte. Bis zum ersten Foto, das man in seinen Händen halten konnte, war es noch weit. Nach zahlreichen Forschungen wurden lichtstarke Objektive für eine praktikable Kamera entwickelt. Beim Fotografieren konnten erste Papierbilder erstellt werden.

Die früheren Fotoapparate waren noch recht groß und schwer. Wer kennt sie nicht aus alten Filmen oder Jahrmarktsplätzen – große Apparate mit Stativ mit einem separaten Blitz, der mächtig qualmte. Da musste die Familie lange stillstehen, bis ein ordentliches Foto entstand! Was haben wir uns mit Fotoapparaten bemüht, ein gutes Bild hinzubekommen? Dann brachte man den Film in den Fotoladen und wartete ungeduldig, bis die Bilder kamen. Die Filmentwicklung mit den Papierabzügen war richtig teuer. Da überlegten wir genau, bevor wir knipsten. Dann kam die Digitalisierung.

Ein Film- und Fotomuseum für Kinder und Jugendliche

Bevor ich wie ein Dinosaurier klinge, das Museum ist auch für Kinder und Jugendliche geeignet. Die alte Technik wird anschaulich erklärt. Mehr als 5000 Exponate können betrachtet werden. Da können Papa und Mama zeigen, mit welcher Technik sie früher fotografiert oder gefilmt haben.

Gut gefallen haben mir die alten Werbeplakate im Film- und Fotomuseum. Wie sich die Zeiten doch ändern! Eines war mit der Warnschrift betitelt:

„Gegen den Tonfilm! Für lebende Künstler“ Tonfilm ist Kitsch, Einseitigkeit, wirtschaftlicher und geistiger Mord. Fordert stumme Filme, Orchesterbegleitung durch Musiker, Bühnenschau mit Artisten…“. Da Plakat war aus den Anfängen des Tonfilms. Ach wie die Zeit doch schnell vergeht!

Das Deutsche Film- und Fototechnik Museum befindet sich inmitten von Deidesheim, in der Weinstraße 33. Der Eintritt kostet 2,50 Euro für Erwachsene, Kinder und Erwachsene sind frei (Änderungen vorbehalten).

Falls es in der Pfalz mal regnet, ab ins Museum. Tipp: Direkt neben dem Museum ist ein nettes Café mit leckerem Kuchen für davor oder danach!

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