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Hast du eine Bucket List?

Gleitschirmflieger über dem Rhein

Bucket List, was ist das, fragst du dich vielleicht. Oder du winkst müde lächelnd ab. Hat doch jeder, ist heutzutage ein beliebter Trend. Hat deine Löffelliste bzw. die Lebensliste auch mehr als 100 Einträge? Oder begnügst du dich lieber mit einigen wenigen Wünschen. Woher kommt dieser Trend?

Was ist eine Bucket List?

Eine Bucket List, ist eine Liste deiner Träume, die du vor deinem Tode noch erleben willst. Früher hieß es nüchtern einen Baum pflanzen, ein Haus bauen, ein Kind zeugen. Seit wir aber Reiseweltmeister sind, wollen wir mehr. Wir wollen raus aus dem alltäglichen Trott und hinein in die Welt, Action erleben wie z.B. einen Tandemflug als Gleitschirmflieger oder uns besonders fühlen. Vielleicht sind wir auf der Suche nach dem Sinn des Lebens oder wir haben eine Krise hinter uns versuchen noch einiges zu verwirklichen, was wir uns früher einmal vorgenommen hatten. Heutzutage beginnt das bereits vor der Midlife-Crisis!

Der Begriff „Kick the bucket“ heißt im Englischen wörtlich „den Eimer treten“, was übersetzt so viel bedeutet, wie bei uns der Begriff „den Löffel abgeben “ oder „ins Gras beißen“. Da saß man in den Kneipen und schrieb bierselig seine Wünsche auf einen Bierdeckel.

Wann fing das eigentlich an mit der „Bucket List?

Im Film „The Bucket List – das Beste kommt zum Schluss“ aus dem Jahre 2007 ist die Lebenskrise eine Krebserkrankung. Zwei ältere Herren lernen sich bei der Chemotherapie im Krankenhaus kennen. Sie erfahren, dass sie nur noch zwischen sechs und zwölf Monate zu leben haben. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein. Der Eine ist der Klinikbesitzer und Milliardär Edward Cole, gespielt von Jack Nicholson, der Andere ist der schwarze Automechaniker Carter Chambers, in der Rolle von Morgen Freeman. Sie begeben sich zu den Abenteuern und auf die Reise ihres Lebens.

Wer den Film noch nicht kennt, hier die deutsche Seite zum Film „The Bucket List“.

Schicksalsschläge machen dir bewusst, dass auch dein Leben schneller vorbei sein könnte, als du glaubst.

1000 Places to See Before You Die

Zur gleichen Zeit gab es eine Serie von Reisedokumentationen im amerikanischen Travel Channel mit dem Namen „1000 Places to See Before You Die“. Die beiden Moderatoren Albin and Melanie Ulle reisten zu den schönsten Plätzen der Welt von Kontinent zu Kontinent. Die Reisesendung basiert auf dem gleichnamigen Buch.

Als Buch soll die Reisejournalisten Patricia Schultz die Liste der Reiseträume am 1. Januar 2003 veröffentlicht haben. Die in New York City lebende Patricia liebt das Reisen. Kein Wunder! Ihre Familiengeschichte geht auf den Geschichtenerzähler und leidenschaftlichen Reisenden Mark Twain zurück. Die Hot Spots der Welt sind in dem Taschenbuch nach Kontinenten geordnet. Das Buch wurde schnell zum Nummer 1-Bestseller in den USA.

 

 

Irgendwann lag es auch an den Flughäfen aus, wo es einer von Reisefieber geplagten wie mir, schnell in die Hände fiel. Ich habe noch die englische Version. Der Reisebuch-Klassiker wurde dann ins Deutsche übersetzt und landete als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk sicher bei vielen Reisefans. Was sollte man sonst einem Traveller schenken?

Das Schöne an dem Buch ist, dass auch Deutschland darin beschrieben ist. Ich habe direkt darin geblättert und meine Heimatregion gefunden. Vielleicht wohnst du selbst in einem Traumziel und weißt es noch gar nicht! Die vielen Burgen und Schlösser, hübschen Altstädte oder großen Städte bei uns sind ein Traum! Die Vielfalt der Landschaften vom Meer hoch im Norden zu den Bergen im Süden, die Dialekte und kulinarischen Besonderheiten.

Wohnen, wo andere Urlaub machen!

Wenn ich von Reisen zurückkomme, fahre ich meist mit der Bahn von Frankfurt durch das Rheintal. Ich war vielleicht vorher in trockenen Wüstenregionen oder großen Städten mit vielen Hochhäusern, dann sehe ich diese idyllische grüne Landschaft des Oberen Mittelrheintales mit den vielen Burgen, den Weinbergen und der Loreley. Für mich die schönste Bahnstrecke Deutschlands, der UNESCO den Titel des Welterbes wert!

Seit der Veröffentlichung des Buches werden wir überschwemmt mit Listen und sie werden immer Kurioser:

Es gibt sie für Frauen und Männer, Mama und Papa, Paare, unter 18-Jährige, Rad- und Motorradfahrer sowie die meisten Regionen, Städte und Länder der Welt.

Wie mache ich eine Liste der Lebensträume?

Manche visualisieren ihre Liste. Sie nehmen Fotos oder Ausschnitte aus Zeitungen und kleben diese Bilder auf ihre Traumliste. Andere schreiben einfach ihre Liste auf Papier. Jede Liste ist anders! Es können kleine Wünsche sein oder langgehegte Träume.

Für die digitalen Fans unter uns, gibt es die Seite Bucketlist, auf der du die Wünsche anderer sehen und dir deine eigene Liste erstellen kannst. Vorsicht, hier wird die Liste schnell zum Wettbewerb! Wer hat die tollsten Dinge gesehen, erlebt oder getan? Vielleicht willst du dich inspirieren lassen. Es muss ja nicht gleich ein Basejump von der Christusstatue in Rio de Janeiro sein! Manchen reicht ein Hochzeitstanz mit Dad oder Pasta essen in Italien. Was exotisch ist oder auch nicht, hängt immer davon ab, wo du lebst!

Die etwas andere Bucket List

Einen ganz anderen Weg geht Patrick von Healthy Habits in seiner Bucket List. Wenn andere vom Bergsteigen oder der Selbstverwirklichung träumen, interessiert er sich mehr für die inneren und äußeren Werte, die dich glücklich machen. Unsere Beziehungen und Freundschaften sind wertvoller als materielles Glück oder das Abhaken einer Liste. Ein sehr guter Ansatz finde ich!

Fazit:

Es geht nicht so sehr um das Abhaken der eigenen Wünsche oder den Vergleich mit anderen. Wichtiger ist, sich der eigenen Wünsche und Träume überhaupt bewusst zu werden. Es sind häufig die vielen kleinen Dinge im Leben, die uns Freude bereiten. Ein neues Kuchenrezept ausprobieren, eine neue Sprache lernen, mit Freunden ausgehen, kreativ sein.

Wie sieht es bei dir aus mit den Lebensträumen?

 

7 Kommentare

  1. Ich habe auch eine Bucket List. Aber mir gehts nicht nur ums bloße Abhaken, sondern um die untersch. Gegenden kennenlernen, um das Kennenlernen von anderen Kulturen. 🙂
    Das Buch 1000 places to see before you die steht bei mir immer griffbereit, aber nicht alles daraus ist es wirklich wert es zu sehen. Es wurde von amerikan. Autoren geschrieben und man merkt, dass die meisten Ziele in Nordamerika liegen. Aber als grobe Orientierung ist es ganz toll.

    LG Myriam

    • Reisefieber sagt

      Hallo Myriam,

      ich finde die Idee des Buches toll, auch wenn nicht alles auf uns übertragbar ist. Schön ist es, wenn ich dann Heimatregionen finde.

      LG Renate

  2. Wir haben noch keine auf unserem Blog. In unseren Köpfe ist die natürlich vorhanden, die berühmte Liste mit Wünschen und Dingen, die man noch erleben will.

    Bisher haben wir auch mehrere Anläufe genommen, diese mal in unseren Blog zu packen. Aber so richtig konnten wir uns dann doch nicht damit anfreunden. Wenn wir das aber mal machen, dann verlinken wir diesen Artikel hier – als Erklärung für die Liste.

    LG Thomas

  3. Reisefieber sagt

    Hallo Melanie,
    hallo Thomas,
    ich habe bisher auch noch keine Bucket List aber viele Ideen und Wünsche. Ja, über eine Verlinkung würde ich mich sehr freuen.
    LG
    Renate

  4. ICh habe im Kopf natürlich auch eine Bucketlist – einige Sache, die ich gerne noch tun oder sehen oder lernen möchte. Aber ich hab mal im Internet die IDee einer „Reverse Bucketlist“ gefunden – also all die tollen Dinge, die man bereits getan hat – und daraus meine „Es war großartig obwohl es nicht auf meiner Bucketlist stand“-Liste gebastelt.

  5. Reisefieber sagt

    Hallo Ilona,

    das mit der Reverse Bucketlist finde ich eine tolle Idee. Das muss ich mal machen. Es gibt so viele schöne Dinge, die ich bereits getan habe und Orte, die ich besucht habe. Das ist mehr wert als Geld. Es bleibt immer in meinem Gedächtnis.

    Lieben Gruß
    Renate

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