Asien, Türkei
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Die türkische Küche, frische Kräuter und süßer Nachtisch

Die türkische Küche ist mehr als nur Döner. Wer schon einmal in einem türkischen Restaurant saß, kennt die große Auswahl an leckeren Gerichten, die manchmal so klangvolle Namen tragen wie „Der Iman fiel in Ohnmacht“. Dabei wurde die türkische Küche von Indien, Persien sowie Arabien beeinflusst. Auch die osmanischen Herrscher haben mit ihrer Palastküche die Rezepte geprägt. Bei dem Gericht „Imam bayildi“ handelt es sich übrigens um ein vegetarisches Gemüsegericht mit Auberginen, Tomaten und Paprika, dass der Legende nach so gut war, dass der Oman in Entzückung fiel.

Ich will dir keine speziellen Restauranttipps geben. Bei diesen ist es, wie mit den Tipps in den Reiseführern, du kannst dich nicht darauf verlassen. Vielleicht hat der Koch oder der Inhaber gewechselt. Oftmals sind in Reiseführern hoch gehandelte Restaurants derart stark besucht, dass sie schlechter werden. Lass dich einfach treiben und schau dich um.

Die türkische Küche – alles Döner oder was?

Bei türkischer Küche denken wir meist gleich an Dönerbuden. Dabei ist der von uns Deutschen so geliebte Döner eine deutsch-türkische Kombination, die erst in Deutschland entstanden ist. Von hier aus wurde sie in die Türkei exportiert, sodass du heutzutage dein Dönerbrötchen auch vor Ort findest. Wenn du mehr über die Historie des Döners, seinen vegetarischen Verwandten und die Kalorienzahl erfahren willst, kannst du in meinem Bericht nachschauen.

Vorspeisen türkische Küche, Meze

Vorspeisen in der türkischen Küche, Meze

Frische Kräuter und Gemüse

Setz dich in ein türkisches Restaurant und lass dich überraschen. Die türkische Küche ist mediterran und gesund. Zu Vorspeise wird Meze gereicht, das sind mehrere kleine Appetithäppchen wie z.B. gefüllte Weinblätter, Humus (Kichererbsenbrei), verschiedene Yoghurtcremes mit Gurken und Kräutern oder Gemüse-Salsa mit Paprika. Die Salate werden mit vielen frischen Kräutern wie Minze und Petersilie sowie Schafskäse garniert. Bei den Suppen kann ich z.B. die rote Linsensuppe (Mercimek çorbası) empfehlen.

tuerkische Küche FleischFleischgerichte

Bei den Hauptgerichten in der türkischen Küche kannst du zwischen Grill- und Gemüsegerichten wählen. An gegrilltem Fleisch (Rind, Lamm oder Huhn) unterscheidest du zwischen:

  • Kebap, der aus dünnen Fleischscheiben (Döner oder Iskender), Stücken am Spieß (Şiş Kebap) oder Hackfleisch (Adana Kebap) daher kommt und
  • Köfte, die unseren Frikadellen entsprechen und je nach Region variieren.

Als Beilage werden Reis, Bulgur und Fladenbrot serviert.

Gemüsegerichte

Nicht nur für Vegetarier sind die gefüllten Fladenbrote Gözleme wie Ispanaklı Gözleme (Spinat), Patatesli Gözleme (Kartoffeln) oder Peynirli Gözleme (Ziegenkäse). Beim Imam bayildi solltest du dich erkundigen, ob eventuell Sardellenfilet enthalten ist.

Der süße, türkische Nachtisch

Was mich selbst besonders in Istanbul erstaunt hat, sind die vielen Cafés, die die Straßen säumen. In den Auslagen findest du nicht nur Baklava in vielen Variationen von Schokoladen-Pistazien-Baklava bis Wallnuss , sondern auch leckere Torten und Kuchen. Gerade Sahnetorte scheint sehr beliebt zu sein. Man glaubt sich fast in Wien.

Bei dem Wort Baklava verziehen viele bei uns das Gesicht. „Zu süüüß“, ist meist der Kommentar. Ja, süß sind sie, das macht allein schon der viele Honig, der darin enthalten ist. Trotzdem liebe ich sie. Bei einem türkischen Kaffee und zwei kleinen Schokoladen-Baklavas lasse ich es mir gut gehen, während die Besucher die Straße entlang schlendern. Der starke, bittere Kaffee gleicht die Süße des Naschwerks ideal aus. Schade, dass es diese Version bei uns nicht gibt!

Die Türken lieben Süßes.

Du kannst wählen:

  • Lokum, auch Türkischer Honig genannt, besteht aus Zucker oder Honig mit Stärke. Er wird mit Nüssen, Pistazien, Kokosraspeln, Trockenfrüchten, Schokolade oder mit Frucht- und Rosenöl verfeinert. Die kleinen pastellfarbenen Würfel erinnern ein bisschen an Gummibärchen. Sie sind weich und gummiartig.
  • Helva sieht ein bisschen wie ein weißer Radiergummi aus. Es ist eine feste Masse aus Sesammus, manchmal auch Griesmus, mit Zucker oder Honig, Kakao, Vanille, Nüsse oder Pistazien.
  • Tulumba Tatlısı ist ein Spritzgebäck in Zuckersirup. Es sieht aus wie kleine längliche Röllchen die in Fett frittiert werden.
  • Beliebt sind auch verschiedenen Puddingsorten wie der Muhallebi, ein Milchpudding mit Zimt oder der Sütlaç, ein Milchreis.

Ich würde bestimmt einige Rettungsringe anlegen, wenn mein Aufenthalt in der Türkei länger gedauert hätte. Spätestens bei den Süßwaren komme ich nicht daran vorbei.

Mehr zur Türkei findest du bei der Blogparade von Thomas unter Reisen in die Türkei.

Neben den Süßwaren bin ich Fan der vielen frischen Kräuter und Salate. Was hat dir bei der türkischen Küche besonders geschmeckt?

 

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7 Kommentare

  1. Ich war leider noch nie in der Türkei! Steht aber oben auf der Liste, vor allem Istanbul. Zum Glück aber wohne ich in Berlin, hier gibt es eine riesen Auswahl an großartigen, türkischen Bäckereien mit authentischen Süßigkeiten. Ich bin großer Fan!

    Liebe Grüße,
    Madlien

  2. Reisefieber sagt

    Liebe Madlien,
    da hast du Glück, das du in Berlin wohnst. Ich bin auch so ein großer Fan der türkischen Küche. Die Süßigkeiten findet ich leider nur in den Großstädten, bei uns gibt es die nicht. Ich stand schon mit großen Augen in einer türkischen Bäckerei in Hamburg und konnte mich nicht entscheiden.

    Istanbul kann ich dir wärmstens empfehlen und Kappadokien.

    Liebe Grüße
    Renate

  3. Die türkische Küche – lecker! Auf unseren Segeltörns in der Türkei haben wir viele Küchen gesehen, in einigen selbst gekocht und noch öfter das leckere Essen welches dort mit Liebe gekocht wurde genossen…! In den Buchtenrestaurants gibt es kein Fastfood, kein „Convenience Food“ – alles frisch aus dem Garten hinter dem Haus…es wird Zeit das wir wieder dort hin kommen.

  4. Pingback: Erzähle von Deinen Reisen in die Türkei - Reiseberichte

  5. Hier kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen, wobei wir auf unseren Segeltörns auch gerne und oft selbst kochen, aber es macht mit den frischen Zutaten gleich noch mehr Spaß und es schmeckt um Welten besser. Einige Rezepte haben wir auch zum Nachkochen in unserem Blog veröffentlicht.

    • Reisefieber sagt

      Hallo Jürgen,

      mmh, habe in deinem Blog gestöbert. Schafskäse aus der Folie z.B. klingt sehr lecker! Aber auch der türkische Obazda. 😉

      Liebe Grüße
      Renate

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