Deutschland, Mayen, Rheinland-Pfalz
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Monreal in der Eifel, eines der schönsten Fachwerkdörfer Deutschlands

Monreal Fachwerkdorf in der Eifel

Monreal im Tal der Elz, Ausflug in eines der schönsten Fachwerkdörfer des Landes. Geführter Rundgang mit unserem Gästeführer auf den Spuren der Wollweber durch die historische Altstadt.

Das kleine Fachwerkdorf Monreal in der Eifel ist ein kleines Schmuckstück, nicht umsonst wurde es im Jahr 2004 zum Sieger im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ als schönstes Dorf Deutschlands gewählt.

Ein Besuch lohnt sich! Der historische Stadtkern des Dorfes mit seinen vielen rotweißen Fachwerkhäusern wurde von der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) zur Denkmalzone erklärt. Die Perle des Elztals liegt eingebettet zwischen den Hügeln der Eifel. Wir sind mit der Bopparder Gruppe „Ich bin dabei“ angereist und freuen uns auf den geführten Rundgang.

Dorfführung “Auf den Spuren der Wollweber”

Mit dem Gästeführer Jörg Geisbüsch sind wir auf den Spuren der Wollweber im hübschen Monreal unterwegs. Als erstes geht es zur Nepomukbrücke mit dem Heiligen Nepomuk, Schutzpatron der Brücken, Schiffer und Müller. Unter uns plätschert der Elzbach, in der sich gerade eine Ringelnatter schlängelt, deren Anblick uns ein bisschen ablenkt. An einem Fachwerkhaus entdecken wir einen hübschen Wasserspeier mit Drachenkopf.

Zur anderen Seite fällt der Blick auf das Löwendenkmal aus dem 15. Jahrhundert mit seinen vier steinernen Löwen und dem Kreuz. Die Basaltlöwen erinnern an die rechtliche und politische Bedeutung des Ortes, nachdem Monreal im Jahr 1306 die Stadtrechte erhalten hatte.

Monreal Löwendenkmal

Das Löwendenkmal in Monreal

Die Wollweber

In der Eifel gab es große Schafherden. Die Wolle machte sich die aufkommende Tuchindustrie nach dem Dreißigjährigen Krieg zu Nutze, um Stoffe herzustellen. Die Einwohner des Ortes kamen zu etwas Wohlstand. Die große Anzahl der hübschen Fachwerkhäuser zeugt heute noch von dieser Zeit. Ende des 19. Jahrhunderts erlebte die Tuchindustrie ihren Niedergang. Dadurch blieben uns die Fachwerkhäuser erhalten. Wer weiß, ob man sie sonst nicht abgerissen oder moderniesiert hätte? Als in den 30er-Jahren das romantische Dorf wiederentdeckt wurde, renovierte man die vielen Fachwerkhäuser. Es sollen mehr als 40 Häuser sein.

Der Marktplatz von Monreal

Vom Markplatz aus haben wir einen sehr guten Ausblick auf die Löwenburg. Sie wurde wie auch die Philippsburg im 13. Jahrhundert errichtet. Wer mehr Zeit mitbringt und gerne wandert, dem sei der sehr anspruchsvolle Traumpfad Monrealer Ritterschlag empfohlen. Der Weg führt den Berg hinauf zu beiden Burgen und weiten Panoramablicken. Wir aber bleiben im Elztal und erfreuen uns an der netten Umgebung.

Blick vom Marktplatz in Monreal

Blick vom Marktplatz in Monreal

Herr Geisbüsch erzählt uns viel über die Historie des gemütlichen Ortes Monreal. Wir erfahren einiges zur Chronik, der Namensgebung des Ortes und den politischen Konflikten der Jahrhunderte.

Ein Schild erwähnt die Städtepartnerschaft zu Montreal de l’Aude in der Region Languedoc-Roussillon, Südfrankreich. Wir hatten schon an Montreal in Kanada gedacht.

Schild Partnerstädte Monreal und Montreal

Partnerstadt Montreal in Frankreich

Der Monreal Malerwinkel

Einige Schritte weiter erreichen wir den Malerwinkel. Wie der Name schon andeutet, bietet er den wohl am meisten fotografierten, romantischen Blick über das Dorf und den sanft plätschernden Elzbach. Blaue Libellen schwirren über das Wasser. Über die untere Schossbrücke überqueren wir den Bach und erreichen die Untertorstraße.

Monreal Malerwinkel

Der Malerwinkel in Monreal

Die Untertorstraße

Wir entdecken viele interessante Holztüren mit schmucken Türklopfern, ein Haus mit eingemauerter Kanonenkugel sowie einen Kanaldeckel mit Jakobswegmotiv. Über diesen ist ein Teilnehmer unserer Gruppe sehr begeistert, da er früher in der Herstellerfirma arbeitete. Ein Teil des Eifel-Camino (Jakobsweg) von Andernach am Rhein nach Trier führt auch durch die Eifel.

Weiter geht es über die Kirchstraße.

Heilige Dreifaltigkeitskirche

Wir betreten die katholische Heilige-Dreifaltigkeits-Kirche aus dem Jahr 1460. Sie wurde aus Eifeler Bruchstein im spätgotischen Stil errichtet.

Über die Schossbrücke geht über den Elzach zu weiteren interessanten Fachwerkhäusern. Über eine schmale Gasse, die einst der Feuerwehr beim Eimertransport von Wasser bei Bränden half, erreichen wir wieder den Anfangspunkt. Hier endet unser Rundgang.

Monreal Ansichten

Monreal Ansichten

Wie Monreal zu seinem Namen kam

Ursprünglich hieß Monreal laut einer Urkunde aus dem Jahr 1193 Cunisberch (Königsberg). Als die Grafen von Virneberg im 13. Jahrhundert Einfluss über die Region erhielten und Herrmann III. eine Burg baute, verwendeten sie für den Ort den französischen Begriff Mont Royal (königlicher Berg). Dieser wurde später als Monreal übernommen.

Monreal in Film und Fernsehen

Monreal ist bekannt durch die TV-Krimiserie „Der Bulle und das Landei“ mit Uwe Ochsenknecht und Diana Amft. Alle sechs Folgen wurden in dem hübschen Ort gedreht. Dabei diente das Standesamt im Viergiebelhaus z.B. für die Folgen, die in der Polizeiwache spielen. Weitere beliebte Drehorte waren der Marktplatz, die Nepomukbrücke und der Vulkanpark Terra Vulcania bei Mayen.

Die Folge 3 „Das Landei“, Staffel 18 von „Alarm für Cobra 11“, spielt ebenfalls in Monreal. Die Kommissare Semir (Erdogan Atalay) und Ben (Tom Beck) haben eine Reifenpanne im Örtchen Scharfenberg (Monreal).

Anreise: 

Mit dem Auto fährst du über die A61 oder A48 und Bundesstraße B258 und L98 oder mit der Bahn über Andernach am Rhein, dann musst du auf die Eifelquerbahn umsteigen, die über Mayen und Monreal nach Kaisersesch führt.

Weitere Ziele in der Umgebung

Nur wenige Minuten entfernt liegt die Kleinstadt Mayen mit ihrer Genovaburg, dem gedrehten Kirchturm und der Stadtmauer mit dem Brückentor. Münstermaifeld mit dem Heimat- und Erlebnismuseum hat uns sehr gut gefallen, .

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