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Pokhara, die wohl schönste Stadt in Nepal

Pokhara in Nepal mit dem Himalaya.

Der tiefblaue Phewa-See vor der Kulisse des Himalaya, Tempel, Pagoden und das Lakeside-Viertel, Pokhara hat mir als Stadt am besten gefallen. Das ging wohl nicht nur mir so – auch die Hippies mochten damals die Stadt.

Pokhara ist die zweitgrößte Stadt Nepals. Während Kathmandu laut und stickig ist und der Verkehr fast undurchdringbar, erschien mit Pokhara geradezu idyllisch. Kein Wunder, dass die Stadt schon früh viele Hippies anzog. Die Schönheit des Ortes hatte sich auch bei ihnen herumgesprochen. Sie wohnten in preiswerten Lodges am Seeufer. Auch heute noch kannst du im Ortsteil Lakeside gemütlich spazieren gehen und das besondere Flair genießen.

Chillen in Lakeside, Pokhara.

Chillen in Lakeside

Vom Chitwan Nationalpark kommend, erreichen wir Pokhara über Buddhas Geburtsstadt Lumbini und den Siddhartha Highway (Siddhartha Rajmarg), eine atemraubende Fernstraße mit vielen Kurven. Für die rund 190 km fuhr der Reisebus mit Pausen von 8 Uhr morgens bis 17 Uhr. Vom Aussichtspunkt Machhapuchhree blicken wir zum ersten Mal auf das Pokharatal.

Pokhara, die Lage

Pokhara liegt in Zentralnepal auf einer Höhe von 930 Metern. Die Stadt ist etwa 220 Kilometer von Kathmandu entfernt. Im Norden ragen schneebedeckten Gipfel des Annapurnamassivs über das Tal, weshalb Pokhara auch gerne als Ausgangspunkt für Trekkingtouren genutzt wird. Acht Seen liegen im Tal, von denen der Phewa oder Fewa der größte ist.

Pokhara, Blick vom Dachgarten des Hotels in Lakeside.

Pokhara, Blick von unserem Hotel

Der Aussichtspunkt Sangarkot

An nächsten Tag heißt es früh aufstehen. Noch im Dunkeln fahren wir in Kleinbussen den Berg hinauf zum Dorf Sangarkot in 1400 m Höhe, um hier den Sonnenaufgang über dem Himalaya zu bewundern. Es ist noch etwas frisch. Auf einer Terrasse finden wir einen Platz. Wir sind nicht allein und warten mit zahlreichen anderen Touristen gespannt auf das Naturschauspiel. Doch es lohnt sich!

Sonnenaufgang über dem Himalaya

Sonnenaufgang über dem Himalaya

Welche Berge kann ich in Pokhara sehen?

Jäh steigen die Berge des Himalaya über dem Pokharatal von der Talhöhe von ca. 930 m auf über 8000 m. Du hast einen beeindruckenden Blick auf den Hauptkamm des Himalaya mit den drei Achttausendern: Dhaulagiri mit 8167 m, Annapurna I mit 8091 m und Manaslu mit 8163 m. Neben dem Hauptgipfel des Annapurna liegen die Siebenttausender Annapurna South, II, II und IV.

Machhapuchhre oder Fishtail bei Pokhara, Nepal

Machhapuchhre oder Fishtail

Mein Liebling ist der sogenannte „Fischschwanz“, der Machhapuchhare, mit knapp unter 7000 m. Ein bisschen sieht er aus wie das Matterhorn. Seine Form ist sehr einprägsam, sodass du ihn überall gut herauskennen kannst. Für die Nepalis ist der Machhapuchhare (Fishtail) ein heiliger Berg, der nicht bestiegen werden darf. Man muss ja nicht auf jeden Berg!

Der Bindhya Basini Tempel in Pokhara

Dann geht es zum Frühstücken in unser Hotel. Um 9 Uhr erleben wir das nächste Highlight. Der Hindutempel Bindhya Basini liegt im alten Teil Pokharas. Er wurde der Göttin Durga als Inkarnation von Parvati geweiht. Von hier bietet sich ein wunderschöner Blick auf den Himalaya. Wir hatten im Dezember richtig Glück mit dem klaren Wetter mit Sonnenschein und blauem Himmel.

Bindhya Basini Tempel in Pokhara mit Himalaya.

Und wieder grüßt der Himalaya

In der schmalen Straße vor dem Tempel können die Gläubigen die typischen Opfergaben wie Kokosnuss und Blumen kaufen.

Körbchen mit Opfergaben für den Hindutempel.

Hinduistische Opfergaben

Ich bin ein Tempelfan und kann nie genug davon bekommen. Mich fasziniert einfach die Atmosphäre, die sie ausstrahlen. Selten aber war die Kulisse eines Tempels so beeindruckend wie hier!

Die Opfergaben werden von den Gläubigen der Göttin Bhagawati (Durga) geweiht. Es ist nicht so einfach, im Hinduismus einen Überblick über die vielen Gottheiten und ihre Erscheinungsformen zu behalten. Im Tempel befinden sich mehrere kleine Gebäude, die unterschiedlichen Göttern wie Vishnu und Shiva gehören. Der Shivatempel ist an dem goldenen Dreizack und dem Nandibullen, das Reittier Shivas, zu erkennen.

Göttliches Paar

Göttliches Paar

Bei diesen beiden rätsele ich noch.

Ganesha

Ganesha

Der Nandibulle im Tempel in Pokhara.

Der Nandibulle

Der Tempel ist wirklich sehenswert und bei den Einheimischen sehr beliebt.

Pokhara Lakeside

Wir wohnen im Ortsteil Lakeside, der direkt an den Phewasee grenzt. Es ist ein idealer Platz, um zwischen den Geschäften zu bummeln. Auch an Restaurants und Kneipen mangelt es nicht. Touranbieter bieten Ausflüge zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten an und abends lockt ein Bierchen.

Pokhara Lakeside

Pokhara Lakeside

Ein bisschen skurril ist der Weihnachtsschmuck an einer Kneipe. Die Sonne strahlt so herrlich vom Himmel, dass man es kaum glauben mag. Ja es ist Dezember und das Fest nicht mehr weit.

Weihnachten in Pokhara

Weihnachten in Pokhara

Hotels in Pokhara

Hotels in Pokhara

 

Hotels gibt es in Lakeside, Pokhara genügende, wie das Schild an der Straße zeigt! Außerdem sahen wir nette Restaurants, Bars und Geschäfte, also eine touristische Infrastruktur, die aber durchaus sympathisch ist.

Nach einer Fahrt über staubige Straßen haben wir uns über ein bisschen Gemütlichkeit sehr gefreut und wären gerne viel länger dort geblieben.

Das ist ein kleiner Nachteil von festen Rundreisen. Man ist nicht so flexibel.

Pokhara Lakeside Tempel

Am Ufer des Phewasees befindet sich ein grüner Park mit Sportstätten und einem weiteren kleinen Tempel.

Bootsfahrt auf dem Phewasee

Vom Ufer des Phewasees fahren wir mit den hübschen bunten Booten, die auf vielen Postkarten zu sehen sind, zum Hindutempel Barahi. Der Tempel liegt auf einer Insel inmitten des Sees. Der Tempel selbst ist recht klein und wurde von den vielen Tauben, die hier herumflattern, stark beschmutzt.

Pokhara, Bootsfahrt auf dem Phewa See.

Bootsfahrt auf dem Phewa See

Genossen haben wir vor allem die Bootsfahrt über den Phewasee, die wieder neue romantische Ausblicke auf den Himalaya bot.

Romantischer Seeblick vom Phewa See auf den Himalaya bei Pokhara.

Romantischer Seeblick

Die Devi’s-Falls

Der Pardi Khola hat hier eine tiefe Schlucht in den Kalkstein gegraben. Der kleine Wasserfall wird in Nepali „Patale Chhango“ oder Englisch Davis Falls genannt. Seinen Namen erhielt er durch eine sehr traurige Geschichte. Im Jahr 1961 ertrank hier eine junge Schweizerin, die mit ihrem Mann schwimmen ging.

Davis Falls, Wasserfälle bei Pokahra. Das Schild beim Eingang.

Davis Falls

Die Davis Falls.

Die Davis Falls in Pokhara, Nepal.

Die Übersetzung von Patale Chhango heißt unterirdischer Wasserfall und wirklich verschwindet er in der Gupteshwor Mahadev Höhle, um dann einige Hundert Meter weiter wieder zutage zu treten. Der Wasserfall ist vielleicht nicht spektakulär aber trotzdem sehr sehenswert!

Rund um die Wasserfälle wurde ein kleiner Garten angelegt, in dem viele Blumen blühen. Ein Weihnachtsstern leuchtete in sattem Rot in der Sonne.

Auch Souvenirläden mit hübschen Andenken dürfen hier natürlich nicht fehlen! Es gibt nette Sachen, doch unsere Zeit war viel zu kurz zum Einkaufen.

Tipp: Eva von 2-unterwegs.de lebt mit ihrer Tochter Miriam seit 2012 in Nepal und hat schon einige Beiträge über das faszinierende Land geschrieben, z.B. über die Devi Falls und die Gupteshwor Mahadev Cave. Schau doch mal rein!

Siddhartha Highway, Buch

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Roman Siddhartha Highway: Mit 220 Thai-Mönchen auf dem Buddha Walk – 1.500 Kilometer zu Fuß durch Indien und Nepal. Das Buch von Misha G. Schoeneberg beschreibt eine Wanderung von Kalkutta bis nach Kathmandu. Mit den Thai-Mönchen folgt er zu Fuß Buddhas Spuren zu den heiligen Städten.

Tibetische Dörfer

Wir besuchen ein tibetisches Dorf im Außenbezirk von Pokhara. Ein kleines Museum erzählt über die traurige Geschichte der Tibeter und ihre Flucht nach Nepal. Allein in Pokhara sollen rund 5000 Tibeter leben. Die Bewohner verkaufen Gebetsfahnen und andere Souvenirs, um ein karges Einkommen zu haben.

Stupa beim Tibetanischen Dorf in Pokhara, Nepal.

Stupa beim Tibetanischen Dorf.

Fazit: Pokhara hat mir sehr gut gefallen. Ich würde direkt wieder hinfahren! Es fiel mir auch richtig schwer, aus den vielen Fotos die Besten auszuwählen.

Weitere Beiträge über Nepal findest du unter:

6 Kommentare

  1. Hallo, vielen Dank für den tollen Beitrag. Ich bin jetzt übrigens unter meiner neuen Seite zu finden. Ich wünsche Dir noch einen wundervollen Tag. Liebe Grüße von Andrea

    • Reisefieber sagt

      Hallo Peter,

      danke dir. Wie wunderbar. Du wirst sehen, Nepal mag ein bisschen anstrengend sein (die Straßen) aber es ist sehr beeindruckend. Ich bin gespannt, was du später berichten wirst. Ich nehme an, du wirst mehr Wanderungen untenehmen als ich.

      Liebe Grüße
      Renate

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