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Ein Abend am Mainzer Rheinufer

Ein Abend am Mainzer Rheinufer

Das Mainzer Rheinufer ist ein schöner Platz für einen Spaziergang. An warmen Sommerabenden kannst du in Biergärten, Restaurants oder auf der Wiese sitzen und relaxen. Es gibt Grillplätze und einen Stadtstrand mit Rheinblick. Schiffchen fahren vorbei und wenn dann noch die Sonne im Rhein versinkt, fühlst du dich fast wie in einem Urlaub im Süden.

Da war ich schon so oft in Mainz, doch bisher kaum am Mainzer Rheinufer. Wenn es nicht gerade einen Anlass wie z. B. ein Konzert gab, dann blieben mein Mann und ich meist in der Altstadt. Im letzten Jahr waren wir mit dem Schiff zwischen Passau und Köln unterwegs und legten auch am Rheinufer von Mainz an.

Es war ein herrlicher lauer Sommerabend an einem Mittwoch. Tagsüber schien die Sonne bei 28° Celsius. Wir hatten Frankfurts Altstadt gegen 14 Uhr verlassen, um durch die Schleusen, Griesheim, Edersheim und Kostheim in Richtung Rhein zu fahren. Die Wartezeit bei den Schleusen kostete uns eine Stunde, sodass wir gegen 20:00 Uhr in Mainz ankamen. Der romantische Sonnenuntergang über der Mündung des Mains in den Rhein entschädigte uns sehr gut dafür!

Mündung des Main in den Rhein

Die Mündung des Main in den Rhein

Entspanne dich. Lass das Steuer los.
Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.
Zitat Kurt Tucholsky

Abendstimmung über Mainz am Rhein

Abendstimmung über Mainz am Rhein

Das Mainzer Rheinufer

Das Mainzer Rheinufer ist recht lang. Es teilt sich in drei verschiedene Abschnitte und erstreckt sich vom Zollhafen bis zur Eisenbahnbrücke. Hier lässt sich nicht nur herrlich spazieren gehen, es locken auch Kunstwerke und Bänke im schattigen Grün mit Blick auf die Flusslandschaft des Rheins. Schiffe fahren vorbei, Möwen kreischen und Enten quaken.

Das Victor-Hugo-Ufer

Unser Schiff hatte am Victor-Hugo-Ufer gegenüber der Mainmündung angelegt. Ein ausgesprochen schöner Platz, findest du hier doch nette Lokale für den Abend. Direkt vor unserer Nase an der Mole lockte ein Biergarten mit Sommerlounge. Man saß auf Bierbänken unter einem großen schattigen Baum oder direkt am schönen Rhein und lauschte der Musik.

Auf der Wiese davor spielte eine junge Band. Die Grasflächen des Winterhafens bieten Plätze zum Ausruhen und grillen (außerhalb von Corona). Im Moment solltest du jedoch nachhaken, was möglich ist und was nicht! Wir spazierten das Victor-Hugo-Ufer entlang. Zu unserer rechten Seite schauten wir auf viele schicke Jachten, die im ruhigen, vom Rhein abgetrennten Hafen lagen. Am Winterhafen befinden sich der Mainzer Ruder-Verein sowie der Mainzer Kanu-Verein.

Boote im Winterhafen in Mainz

Boote im Winterhafen in Mainz

Kurz danach passierten wir das schicke Bootshaus, das vom Fernsehkoch Frank Buchholz geleitet wird. Hier soll es gehobene deutsche Küche geben, was sich auch im Geldbeutel niederschlägt. Wir haben es nicht probiert, aber das Ambiente ist schon sehr schön! Kurz nach dem Bootshaus kommt schon bald die Eisenbahnbrücke, die nach Gustavsburg führt.

Stresemannufer

Wir schlenderten zurück, um über die Drehbrücke zu gehen. So modern sie auch wirkt, sie wurde im Jahr 1877 erbaut, um den Schiffen die Einfahrt in den Hafen zu ermöglichen. Allerdings handelt es sich um einen Nachbau aus dem Jahr 2009. Sie soll aber aus Gründen des Denkmalschutzes der historischen Drehbrücke gleichen. Das Stresemannufer reicht von der Drehbrücke bis zum Adenauer Ufer.

Unterhalb der Malakoff-Terrasse konnten wir farbenfrohe Street Art bewundern, die typische Mainzer Motive zeigt, wie den Mainzer Dom oder den Erfinder der Buchdruckkunst, Johannes Gutenberg. Er ermöglichte es erst weniger Privilegierten Bücher zu lesen, da handgeschriebene Werke vorher fast unbezahlbar waren.

Gutenberg und der Mainzer Dom

Street Art in Mainz: Gutenberg und der Mainzer Dom

In einer gemeinsamen Aktion mit dem Hyatt Hotel und dem Kulturzentrum wurden die Bilder vom Künstlerkollektiv Buntic Media geschaffen. Zu sehen sind die Schwellköpp der Fastnachter sowie Publius Cornelius Tacitus, einst römischer Historiker und Senator. Er erwähnte als Erster die Stadt Mogontiacum (Mainz).

Der Mainzer Karneval

Der Mainzer Karneval

Bei dem grauhaarigen Herrn dazwischen tippe ich auf den Mainzer Sänger und Karnevalisten Ernst Neger, der für seine berühmten Lieder „Heile, heile Gänsje“, „Rucki Zucki“ oder „Humba Täterä“ bekannt ist. Die Älteren von uns erinnern sich sicher daran, so wie ich es tue!

Die Malakoff-Terrasse und das Fort Malakoff

Auf den Stufen zum Rheinufer lässt sich gut sitzen und klönen. Die Malakoff-Terrasse selbst bietet einen Biergarten an. Rot leuchten die Steine des Forts Malakoff, das an das Hyatt Regency Hotel grenzt. Das Fort Malakoff wurde zwischen 1843 bis 1873 aus Rotsandstein errichtet. Es diente mit seinen Schießscharten dem Schutz der Stadt Mainz. Seinen Namen erhielt das Fort durch den Krimkrieg 1855.

Fort Malakoff Mainz Rheinufer

Fort Malakoff Mainz am linken Rheinufer

Der Fischtorbrunnen und die Rheinufergalerie

Von der früheren Stadtbefestigung sind noch einige restaurierte Tore erhalten geblieben. Hinter dem Templertor sind im Grün einige Kunstwerke wie der Schreitende Tiger zu sehen, die zur Rheinufergalerie gehören. Am Fischtor hast du die Möglichkeit, nach links über den Fischtorplatz und die Fischtorstraße in Richtung Mainzer Altstadt und Dom zu spazieren. Das haben wir am nächsten Morgen getan. Es lohnt sich!
Tipp: Die Mainzer Sehenswürdigkeiten für Genießer findest du sehr schön beschrieben auf dem Blog Travelworldonline von Monika und Petar Fuchs.

Der Fischtorbrunnen in Mainz

Der Fischtorbrunnen in Mainz

Ein Fisch springt über einer Kugel, Wasserfontänen sprühen in alle Richtungen. Der hübsche Brunnen erinnert an die Tradition der Fischer, die früher viele Familien am Rhein ernährten. Die Einheimischen nennen den Brunnen liebevoll „Quellmänner un Hering“, ein rheinländisches Gericht, die Pellkartoffeln mit Hering. Ich bin ja nicht so ein Heringsfan, aber meine beste Freundin liebt eingelegte Heringe. 

Adenauer-Ufer

Hinter dem Fischtorplatz geht das Stresemannufer in das Adenauer-Ufer über. An diesem Abend waren wir nicht mehr dort. Das Adenauer-Ufer bietet einen Stadtstrand direkt am Rhein, den sogenannten Mainzstrand. Zwischen Anfang Mai und Ende September spürst du Sand unter deinen Füßen. Du kannst dich mit einem Getränk im Liegestuhl hinfläzen und sonnenbaden. Vielleicht spielen ja Damen- oder Herrenteams auf dem Beachvolleyballfeld?

Sommer, Sonne, Sandstrand

Sommer, Sonne, Sandstrand Bild von Pixabay Lebemaja

Über die Grüne Brücke kommst du bequem in die Mainzer Innenstadt. In der Nähe liegt die Caponniere, ein Wehrturm, der früher mit einer Wehrmauer verbunden war.
Mainz, wir kommen gerne wieder!

Weitere Städte am Rhein

Vielleicht interessierst du dich auch für andere Städte am Rhein wie

Bacharach, Stadt der Rheinromantik,
Koblenz an Rhein und Mosel und seine Sehenswürdigkeiten,
Boppard, die Perle vom Rhein und meine Heimat,
Sankt Goar am Rhein mit Burg Rheinfels,
die Domstadt Speyer.

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4 Kommentare

  1. Hallo Renate,

    das Rheinufer ist inzwischen teilweise echt hübsch geworden. Die Streetart vergesse ich immer zu fotografieren. Naja, beim nächsten Mal.
    Danke für die Verlinkung.

    LG Liane

    • Reisefieber sagt

      Liebe Liane,

      wir sind ja beide Street Art-Fans. Ich mag besonders erkennbare Zeichnungen. Und dich als Mainz-Kenner muss ich doch verlinken.

      Liebe Grüße
      Renate

  2. Liebe Renate,

    das sieht herrlich aus. Das Mainzer Ufer habe ich 2019 bewundert, und zwar von einem Kanu aus, als ich mit meiner guten Freundin vom Campingplatz der Insel Bleiau aus in Richtung Kostheim paddelte. Ähnlich schön war da der Mainzer Dom am anderen Ufer zu sehen. Eine einmalige Perspektive. „Hängen geblieben“ sind wir dann in einer Strandbar, wo es Füße im Sand und Cocktails in die Hand gab. Deine Bilder erinnern mich stark an das Erlebnis.

    Liebe Grüße
    Kasia

    • Reisefieber sagt

      Liebe Liane,

      ein Perspektivenwechsel ist immer wieder schön! Ich mag das sehr gerne. Deshalb fahre ich bei uns in Boppard gerne mir der Fähre zum anderen Rheinufer oder mit den vielen Rheinschiffchen hin und her. Musste gerade schauen, wo die Insel Bleiau ist. Strandbar klingt vielversprechend! Jetzt brauchen wir nur noch etwas Sonnenschein.

      Liebe Grüße
      Renate

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